Ein Permakulturprojekt in Entstehung

Monat: März 2022

Geländesuche, Networking, Selbstständigkeit, Buchhaltung

Hier eine kurze Zusammenfassung meiner Aktivitäten im März:

Die erste Märzwoche war ich hautpsächlich damit beschäftigt, meine Sachen vom Umzug zu sortieren und mich einzurichten. Außerdem musste für die Bienen ein Stand eingerichtet werden an dem sie vorerst bleiben können.

In der zweiten Woche lief die aktive Suche nach einem passenden Gelände für den Waldgartenpark langsam an. Stichwort Networking: Mails an Gemeinden, Anrufe bei Landwirten und ein erster Termin beim Steuerberater. Der Steuerberater fand meine Idee mit dem Waldgartenpark richtig gut war aber der Meinung, dass es eher ein gemeinnütziges Projekt wäre und empfahl mir bei einem Unternehmen zu arbeiten, das Umweltverträglichkeitsprüfungen macht. Das würde meine Finanzierung sichern und ich könnte bei der Arbeit Kontakte knüpfen zu Menschen, die bei der Suche nach einem geeigneten Gelände hilfreich wären.

Obwohl der Rat sicherlich vernünftig ist befürchte ich doch, dass mir die Kapazitäten für das Waldgartenprojekt fehlen, wenn ich für so ein Unternehmen arbeite, ganz abgesehen davon dass ich nur bedingt dafür qualifiziert bin.

In der dritten Woche gingen dann die ersten Besuche los: Landwirte, Kieler Permakulturverein, Naturerlebniszentrum, 2. Kieler Samenfest.

In der vierten Woche wurde mein neuer leistungsfähiger PC geliefert, den ich dank einer Privatspende anschaffen konnte. Einen Tag später kam auch meine Umsatzsteuer-ID so dass ich nun auch endlich in der Lage bin Rechnungen zu stellen. Der nächste logische Schritt war dann ein Buchhaltungsprogramm, ich habe mich für Sevdesk entschieden, was die Arbeit erheblich erleichtert und vor allem den Kontakt mit dem Steuerberater und dem Finanzamt vereinfacht. Außerdem stand noch der Besuch beim BUND bzw. einer Solawi an, sowie das Vorstellen und Verteilen von Werbematerialien bei der Amtsauschauss-Sitzung vom Amt Preetz-Land und der Gemeindevertreter-Sitzung von Rastorf.

Öffentliche Bekanntmachung Gemeindeverter-Sitzung Rastorf

Ein konkretes Gelände ist bislang noch nicht in Sicht aber es gabe positive Rückmeldungen und bei einigen Menschen arbeitet es jetzt. Ich hoffe es meldet sich jemand ansonsten muss ich den Suchradius deutlich erweitern oder zu Plan B übergehen.

Wer dem Zanderrähmchen die Ohren abschneidet …

… dem gehören die Ohren abgeschnitten. Das habe ich in einem Vortrag von Dr. Gerhard Liebig gehört, dem Autor des Buches „Einfach Imkern“ und dem Entwickler der Hohenheimer Einfachbeute.

Ich habe die Ohren des Zanderrähmchens angespitzt, vielleicht gehören mir nun auch die Ohren angespitzt?!

Zanderrähmchen mit angespitzten Ohren links und herkömmlichen rechts.

Ich verspreche mir von dieser Maßnahme einen mobileren Mobilbau. Wenn man mit Rähmchen imkern will ist es wichtig, dass der sogenannte Bienenabstand eingehalten wird. Dieser Abstand beträgt 8 +- 2 mm. Kleinere Abstände werden mit Propolis verkittet und größere Abstände werden mit Wachs verbaut.

Die Stelle wo das Rähmchenohr auf die Beutenwand stößt ist eine der wenigen Stellen in der Beute, wo der Bienenabstand nicht eingehalten werden kann, denn wenn die Rähmchen kürzer geschnitten werden, um den Abstand zu vergrößern, führt das nur dazu, dass die Rähmchen mehr hin und herrutschen können und womöglich sogar rausfallen.

Ich habe deshalb die Rähmchen angespitzt. So können sie nicht verrutschen und das Verkitten mit Propolis wird auf eine kleinere Stelle begrenzt. Ich weiß noch nicht wie sich die Maßnahme bewähren wird, da es sich um einen Versuch handelt.

Umzug geschafft

Am 26. Februar bin ich von Bad Vilbel nach Rastorf zurück gezogen. Die ganze letzte Woche habe ich überwiegend damit zugebracht Dinge zu sortieren, vor allem Gartenwerkzeug. Es dauert doch immer alles länger als gedacht aber nun bin ich wieder halbwegs arbeitsfähig und kann mich aktiv auf die Suche nach einem Gelände für den Waldgartenpark machen.
Außerdem wurden am 3. März meine Bienen von Freunden nach Rastorf gebracht. Vielen Dank dafür! Die Bienen haben sich schnell eingeflogen und tragen aufgrund einer Schönwetterperiode gerade fleißig Pollen und Nektar von den Frühjahrsblühern ein.

Illustration für den „six little lads“ Artikel

Heute kam die Illustration für den „six little lads“ Beitrag von Hatsune Dreher-Shimoda, die ich umgehend in den Artikel eingearbeitet habe.

Ich kenne Hatsune noch von meiner Zeit am Dottenfelderhof, wo sie das Landbauschuljahr absolviert hat. Ich hatte seither des öfteren Arbeiten von ihr gesehen und bewundert. Schon lange hatte ich die Idee sie um eine Illustration der Szene aus dem Buch von F. H. King zu bitten und bin sehr froh, dass ich mit dieser Homepage eine Plattform habe das Bild einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren. Als Inspiration für das Bild habe ich Hatsune folgende Bilder vorher geschickt:

Prof. Ono links, Prof. Tokito rechts, „Pear trees at Akashi Experiment Station“ von Wikimedia Commons
Portrait Prof. Franklin Hiram King von Wikimedia Commons
Japanische Jungs der Meiji-Periode 1908 von flashbak.com
Eigene Zeichnung von Ben Schmehe

Und hier das wunderbare Ergebnis von Hatsune Dreher-Shimoda

„Six little lads“ Illustration von Hatsune Dreher-Shimoda

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